Juni 2018: Pachtaufgabe

Meine Frau Bettina und ich werden dieses Jahr pensioniert haben uns entschieden, die praktische Landwirtschaft aufzugeben.

Die Meilibeef Produktion übergeben wir unserem direkten Nachbarn. Wie bis anhin erwerben wir die fünf Monate alten von der Milch abgesetzten Kälber (BraunviehxLimousin) vom Milchviehbetrieb in der Nähe. Ab sofort werden die Tiere von unserem Nachbarn gegen eine Monatspauschale bis zur Schlachtreife aufgezogen. Das heisst, die Tiere sind in unserem Besitz, aber auf seinem Hof. Die schlachtreifen Tiere werden wie bisher im Schlachthof Hinwil geschlachtet.

Wir sind dabei eine Bewilligung für die Hofschlachtung zu beantragen. Das würde den Tieren den Transportstress zum Schlachthof ersparen. Unser Bio Metzger Chrigel Meier in Bäretswil verarbeitet die Tiere in gewohnt guter Qualität, wie immer mit 4 Wochen Knochenreifung. Grundsätzlich ändert sich für sie als Kunden nichts. Die Tiere werden genauso gut gehalten wie bisher mit Laufstall, eingestreuter Liegefläche und Auslauf im Winter und Vollweide im Sommer. Weil unser Nachbar genügend Land zur Verfügung hat, müssen die Rinder nicht auf die Alp. Wir ersparen ihnen so den Lastwagentransport nach Parpan im Bündnerland.

Wir freuen uns, sie weiterhin mit unserem qualitativ hochwertigen Meilibeef beliefern zu können.
Das Meilibeef Team, Bettina und Eric Meili

 

Sept 2013: Umstellung von Mutterkuhhaltung auf reine Weidemast

Keine Angst liebe Kunden, ihr bekommt weiterhin qualitativ hochwertigstes Meilibeef. Die Produktion wird umgestellt. Was heisst das genau? Statt Mutterkühe zu halten, werden wir bei unseren Nachbarn oder gut bekannten Milchbauern in der Region abgetränkte Kreuzungskälber, sogenannte Mastremonten (Milchrasse x Limousin) zukaufen und auf unserem Betrieb in gewohnter Weise im Sommer auf der Weide und im Winter mit Heu und Grassilage füttern.

Für diese Umstellung gibt es verschiedene Gründe:

Effiziente Verwertung des Grünlandes
Neuere Forschungsergebnisse, die ich am FiBL im Auftrag der Migros machen durfte, zeigen, dass die Weidemast unser Grünland in der Schweiz effizienter in Nahrungsmittel umwandelt. Bezogen auf den Welthunger ist es sinnvoller, das Ackerland für die Menschen zu nutzen und nur das für den Menschen nicht verwertbare Grünland möglichst effizient in hochwertige Nahrungsmittel wie Milch und Fleisch umzuwandeln.

Weniger Klimabelastung bei der Weidemast
Die selbe Studie hat auch gezeigt, dass durch die „effizientere Produktion" (wissenschaftlich bedeutet das: mehr kg Schlachtgewicht pro kg Trockensubstanz aus dem Grünland) Weidemasttiere weniger klimarelevante Schadgase pro kg produziertes Fleisch (vor allem Methan durch Rülpsen) ausstossen.

Arbeitsaufwand
Ich werde dieses Jahr 60 Jahre alt und möchte ein klein wenig kürzer treten. Neben meinem 100% Beratungsjob am Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) betreiben meine Frau Bettina und ich gemeinsam das Meilibeef als Nebenbeschäftigung. Die Weidemast mit Mastremonten gibt deutlich weniger Arbeit als die Haltung von Mutterkühen.

Die neue Agrarpolitik (AP 2014-2017) straft die Mutterkuhhaltung
Wie ihr vielleicht aus der Presse entnommen habt, werden mit der neuen AP14-17 die tierbezogenen Beiträge abgeschafft. Die Mutterkuh und ihr Halter haben bis anhin durch die tierbezogenen Beiträge sehr gut gelebt. In Zukunft gibt es dadurch deutliche finanzielle Einbussen.

Mehr und weiterhin gutes Meilibeef
Wir hatten letztes Jahr meistens zu wenig Fleisch um alle Kunden bei jeder Schlachtung zu bedienen. Durch die optimalere Ausnutzung des Grünlandes können wir nun mit der gleichen Fläche mehr Fleisch erzeugen und dadurch unsere Kunden besser bedienen. Die typische Meilibeef Qualität bleibt erhalten durch Weidegang, tiergerechte Haltung und Kreuzung mit Limousin.

 

Artikel Archiv

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Vortrag: Entwicklung der Rinderzucht im gesellschaftlichen Umfeld - Apr. 2017

Merkblatt: Von Maul bis Schwanz - Mär. 2017

Effizienz des Fütterungssystems - Feb. 2016

Tierwohl und Freilauf im Kuhstall - ohne teuren Neubau - Dez. 2014

Soja Skandal - Bericht 'die Zeit' - Mär. 2013

Klima und Rindvieh - Bericht WOZ - Feb. 2011

Tages-Anzeicher Bericht - Sept. 2010

Bioaktuell - Apr. 2009